Nanaimo Bars {Travel: Pacific North West}

Blog, Ganzjährig, Kleinigkeiten, Reisen, Rezepte • 12. November 2017

Heute entführe ich euch nicht nur kulinarisch nach Kanada. Meine Liebe zu dem Land ist ja fast größer als die zu Kuchen, aber auch nur fast. Denn das Kuchen- und Tortenbacken hat mich ja eigentlich nach Kanada gebracht. Und so habe ich heute für euch wieder eine kanadische Spezialität: feine Nanaimo Bars. Diese sind aus der Stadt Nanaimo von Vancouver Island und sind unverschämt lecker!

Den Spätsommer haben mein Liebster und ich nämlich im Pacific North West verbracht – die Region des Nordwestens der USA zu der schönste Strände, Nationalparks und die Städte Portland und Seattle gehören. Ich war aber auch so frech und habe ich auch noch einen kleinen Reiseführer zu Vancouver dazu gepackt und diese leckeren Nanaimo Bars ins Gepäck gelegt.
Der Grund der Reise war die Hochzeit meines guten Freundes und besten Hochzeitsfotografen Michael und seiner tollen Frau Nevin (psst Mädels, … die macht übrigens die coolsten Boudoir Fotos).

Wenn ich verreise, recherchier ich generell eigentlich fast nur Restaurants und den Rest der Zeit lasse ich mich treiben und nehme mit was ich so finde. Vor allem Portland hat kulinarisch vieles zu bieten. In der Stadt des Bartes, des Biers und der Fahrräder (ihr merkt schon, Willkommen in der Hipster Stadt!) könnt ihr einige geile Foodlocations und vor allem Foodtrucks finden. Die Stadt ist typisch amerikanisch, weitläufig mit viel Suburbia aufgebaut, hat jedoch auch ein kleines Stadtzentrum und den Charme macht definitiv die Grösse aus – trotz dieser gefühlten Weitläufigkeit, ist es eben doch eine „kleine“ Stadt und dadurch sehr gemütlich! 

Man kann sich gemütlich treiben lassen, die vielen tollen Shops entdecken, am Wasser am Park entlang schlendern, den Markt dort besuchen und sich an den zahlreichen Foodtrucks durch den Tag schlemmen. Unsere Tage waren um Restaurant Besuche geplant und so haben wir versucht so viel wie möglich zu probieren – Hunger hatten wir in Portland eigentlich nie ;-) Unsere Unterkunft war ein nettes AirBnB und man kommt ziemlich gut mit dem Uber problemlos überall hin – definitiv eine sehr gemütliche, leckere Stadt!

Meinen Highlights in Portland:

The Daily Fest: Best breakfast downtown. Wenn ihr das Flair eines amerikanischen Diners aber trotzdem feines, und auch gesundes Frühstück wollt, seid ihr hier genau richtig!
Ace Hotel (3. Foto, rechts): To Do: Fotos im Automaten der Lobby machen, geiles Flair geniessen & Käffchen geniessen.
Omlypia Provisions (2. Foto, rechts): Europäisches Restaurant, spezialisiert auf Charcuterie!
Robo Taco: klein aber fein, für Taco Liebhaber ein Must!
Cartopia Food Cars (Hawthorne St): kleine Ansammlung an Foodtrucks mit kleinem Urban Garden, vielen Sitzgelegenheiten und einem Freiluftkino!
Café Broder (4. Foto): schwedischer Brunch in Portland? Ja, gern! Probiert die feinen schwedischen Pancakes!
Salt&Straw: Best Ice Cream. Ever. Punkt. (PS: Carrot Cake Ice cream <3 )

Auf der To Do Liste, jedoch leider nicht geschafft zu probieren:
Pips Original Doughnuts & Chai: Man munkelt es seien die besten Dougnuts in Town!
Portland Mercado: bunteste Ansammlung an Food Carts
Pepe le Moko: The Bar in Town!
Prince Coffee: Das Logo allein wird euch überzeugen ;-)

Mein Highlight war jedoch definitiv Seattle – alle Grey’s Anatomy und Kaffee Liebhaber werden mich bestimmt verstehen! Allein schon die Fahrt mit der Fähre dorthin ist einfach wunderschön, auf der einen Seite sieht man die Big City Lights, auf der anderen die herrliche Natur mit Ausläufern des Olympic National Parks. Und ich bin einfach totaler Fan von Städten mit solchen Skylines!

Vor allem der Markt hat mich natürlich vollkommen von Seattle überzeugt! Ich bin ein totaler Marktfan (wie wahrscheinlich die meisten von euch auch ;-) Es riecht einfach überall so gut, das ganze Essen schaut herrlich aus, ist super fotogen und ich geniesse es total das bunte Treiben und die Menschen zu beobachten!

Übrigens, habt ihr schonmal so viele geile Nudeln auf einen Haufen gesehen? Wenn ich in Seattle wohnen würde, würde ich wahrscheinlich jeden Tag hier frische Blumen und feine Pasta kaufen! Wäre wahrscheinlich nicht so gut für meinen Geldbeutel und meine Figur ;-) Hab ich erwähnt dass es dort auch Schokoladen Pasta gab? Mmhhh…

Zurück zu Seattles Kulinarik – hier gibts nämlich mindestens genauso viel zu probieren und zu entdecken! Ich fand es schön dass man auch alles so gut zu Fuss entdecken konnte und wir haben uns kulinarisch definitiv durch Seattle von Kaffee bis zum Cocktail durchprobiert!

Meine Seattle Highlights:

Lil Woodys Burger: klein aber fein, handgeschnittene Pommes und der beste Burger!
Needle & Thread: Eine Bar in der Bar! Quasi Bar Inception ;-) Diese befindet sich in der Tawern Law, einer ebenfalls ziemlich geilen Bar mit feinsten Cocktails.
Pike Place Market (Bild 2-4)
The London Plane: (Bild 5) Definitiv mein Lieblingsrestaurant in Seattle – geiles Frückstück, geiler Lunch, geiles Interieur, geiles Konzept. Punkt.
Zeitgeist Coffee: Mein Favourite – Latte Macchiato mit Coconut Milk! .
Starbucks Reserve Roastery: When in Seattle – der erste Starbucks der Welt befindet sich übrigens beim Pike Place Market

Unser letztes Ziel war dann Vancouver. Ich fand es total spannend mit dem Auto mal über eine amerikanische Grenze zu fahren und es ging viel einfacher als ich dachte (jeder der mal nach Amerika geflogen und eingereist ist, weiss jetzt bestimmt was ich meine ;-) Und so war ich endlich wieder zurück in meinem geliebten Kanada. Alles was jetzt folgt, ist natürlich total subjektiv und total überschattet von meiner kanadischen Liebe ;-)

Das erste was ich gemacht habe in Kanada, war einen Tim Hortons anzusteuern und mir erstmal ein Käffchen mit Tinbits (das sind die kleinen Doughnut Holes) zu gönnen. Please no judgment here, hab mich einfach so auf Kanada gefreut, da konnte ich nicht erstmal ein hip Coffee Place ausfindig machen ;-) Keine Sorge, die folgen aber noch…

Vielleicht liegt es daran, dass der Mann meiner Cousine Koch in Toronto war, und ich dadurch nur das Beste vom Besten in Kanada gegessen habe, aber für mich ist Kanada einfach was Geschmack und Innovation in der Küche angeht definitiv ein Vorreiter für Nordamerika. Und auch in Vancouver wurde ich von Frühstück bis Abendessen und Snack nicht enttäuscht!

Über all gibt es feine Coffee Places, Bars, Restaurants und mega coole Stadtteile – ob man modern oder industriell, gemütlich oder sportlich unterwegs sein will. Vancouver hat wirklich viel, neben der kanadischen Nettigkeit, zu bieten! Unser AirBnB war in Mount Pleasant, einem sehr entspannten suburban Stadtteil mit seiner Hauptstrasse Maine Street, die einiges an Shops und Food Locations zu bieten hat!

Wir haben uns treiben lassen, haben Stanley Park mit dem Fahrrad erkundet, den Markt auf Granville Island besucht, sind durch die Strassen von Yaletown geschlendert, haben Restaurants & Bars in Gastown ausprobiert und waren in Downtown etwas shoppen.

Und es gibt natürlich auch neben Tim Hortons auch richtig gute Coffee Places und sehr viele kleine individuelle Shops, Restaurants und Locations! Es gibt so viel zu entdecken und da die Stadt so facettenreich ist, kommt eigentlich jeder auf seine Kosten! Ach ich vergass … Biertasting kann ich in Vancouver auch nur empfehlen, vor allem die feinen Chicken Wings die man dazu serviert bekommt ;-)

Meine Vancouver Hightlights:

Medina: (Bild 3) Auch hier: Brunch, Lunch, Dinner. Whatever you choose, its perfect!
Prospect Point Cafe: Macht eine kleine Pause beim Stanley Park erkunden an diesem nördlichen Punkt und geniesst die Aussicht!
Buro Coffee: Coffee Break in Gastown – mein Favorite: Spanish Latte mit Condensed Milk
La Mezcalaria: Stylisch, beste Tacos und geilste Cocktails – probiert unbedingt einen Pisco Sour und irgendeinen Cocktail mit Mezcal! Der netteste Manager ever – unser nächster Mexiko Urlaub ist definitiv schon geplant!
Guilt & Co: Feine Bar mit Jam Sessions
Revolver Coffee: (Bild 7) Best. Latte. Ever.
Pure Bread: (Bild 4) Für alle Kohlenhydrat und Kuchen Liebhaber.
Granville Island Market: (Bild 5-6) Einfach durch den geilen Foodcourt durchfüttern und am Wasser geniessen!
Craft Beer Market: Beer Tasting Galore!

So, kommen wir nun zu dem Star des Tages: den Nanaimo Bars! Leider hatten wir nicht genug Zeit Vancouver Island zu besuchen, aber da dies nicht unser letzter Kanada Besuch war, werden wir bestimmt noch einmal dahin kommen. Um den Schmerz etwas zu lindern, habe ich mir eben Vancouver Island kulinarisch zu mir geholt und habe diese Bars gemacht.

Das Rezept stammt von meiner kanadischen Cousine und sie sind wirklich einfach und schnell zu machen – und schmecken verdammt gut! Sie bestehen aus einem feinen Boden aus Keksen, Kokos, Mandeln, Kakao und Butter. Darauf kommt eine Vanillecreme und dann eine gute Schicht Schokoladen Glasur.

Mich haben sie definitiv überzeugt, denn sie sind geschmacklich echt genial und trotzdem nicht zu süß (ja – trotz der Zuckermenge ;-) Denkt dran, es ist eben ein Dessert). Aber das Beste ist definitiv die Zubereitung, denn dafür brauch man eigentlich nich viel Aufwand und sie werden noch nicht mal gebacken – sie sind ein No Bake Cake!


5.0 from 1 reviews
Nanaimo Bars
 
Zutaten
  • Boden: 270g Butter
  • 100g Zucker
  • 150g Kakao
  • 2 Eier
  • 300g Kekse
  • 120g gemahlene Mandeln
  • 200g Kokosflocken
  • Creme: 230g Butter
  • 40ml Sahne
  • 30g Vanille Pudding Pulver
  • 500g Puderzucker
  • Schokoladen Glasur: 240g Schokolade
  • 60g Butter
Zubereitung
  1. Ein Backblech (24x38cm) mit Backpapier auslegen dass dieses etwas über die Ränder herausschaut.
  2. Die Butter mit dem Zucker in einem Wasserbad schmelzen. Den Kakao einrühren. Das Ei mit einem Gabel etwas schlagen und zum Schluss zu der Masse geben und unterrühren.
  3. Gemahlene Kekskrümel, Mandeln und Kokosflocken in einer Rührschüssel vermengen und die Schokolade Butter Masse hinzugeben und alles gut vermengen.
  4. Die Masse nun in die Backform geben und den Boden gut andrücken.
  5. Für die Creme die Butter mit dem Puderzucker, dem Vanillepulver und der Sahne vermengen und locker aufschlagen. Die Creme auf dem Boden verteilen und mind. 1 - 2 Stunden kühlen.
  6. Für die Schokoladengasur die Schokolade mit Butter schmelzen und wenn diese etwas abgekühlt ist auf der Creme verteilen. Anschliessend nochmals 1 - 2 Stunden kühlen.
  7. In Quadrate schneiden und servieren.

 

 

One comment for Nanaimo Bars {Travel: Pacific North West}

  1. Allegra said:

    Das hört sich großartig an! Tolle Tipps,wir werden 2019 mit den Kids nach Kanada fliegen. Das wird großartig!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

Rate this recipe: